Die Zeit des Wartens und der Vorfreude

Geht es dem Baby gut? Bekommt es alles, was es benötigt? Warum hat es sich so lange nicht bewegt? Müsste ich nicht viel dicker sein? Oder was, wenn es Zwillinge werden? Darf ich überhaupt Knoblauch essen? Wie werde ich diese gemeine Übelkeit los?

Eine Schwangerschaft ist ein natürlicher Prozess, in dem wir dich bestmöglich und vor allem nach deinen eigenen Bedürfnissen unterstützen und begleiten.

Sowohl bei Schwangerschaftsbeschwerden als auch zu allgemeinen Fragen zur Schwangerschaft stehen wir dir und deinem Partner zur Verfügung und beraten dich entweder am Telefon oder persönlich bei uns in der Praxis.


Betreuungsmodelle:

 

Es gibt mehrere Betreuungsmodelle, und du allein darfst entscheiden, welches am besten zu dir passt. Weder deine gynäkologische Praxis noch wir dürfen dich in deiner Entscheidung beeinflussen und dich in eine Richtung drängen.

Modell 1
Wir übernehmen gerne deine komplette Schwangerschaftsvorsorge.
Die Ultraschalluntersuchungen finden in der gynäkologischen Praxis statt, alles andere untersuchen wir laut Mutterschaftsrichtlinien.


Modell 2
Die Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen finden im Wechsel mit deiner gynäkologischen Praxis statt.
Das heißt einen Monat bist du bei uns und im nächsten in der Gyn-Praxis und dies immer abwechselnd.


Modell 3
Du bleibst für die Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen in deiner gynäkologischen Praxis, und wir treffen uns nur bei Bedarf bei vorliegenden Beschwerden. Um dennoch die Möglichkeit zu haben, einander besser kennenzulernen und über deinen Schwangerschaftsverlauf informiert zu sein, der unter Umständen Auswirkungen auf die Wochenbettbetreuung haben kann, empfehlen wir mindestens 3 bis 4 Termine in der Schwangerschaft mit uns.


Modell 4
Du entscheidest selbst, wann du wo welche Untersuchung in der Schwangerschaft machen lässt.


Die Mutterschaftsrichlinien sieht vor, dass jede Schwangere bis zur 32.SSW aller 4 Wochen, danach aller 2 Wochen untersucht wird.

Zur Vorsorgeuntersuchung gehören:

  • Blutdruckmessung und Pulskontrolle
  • Urinkontrolle
  • Gewichtskontrolle
  • Blutuntersuchungen
  • Untersuchung des Ungeborenen (Kontrolle des Wachstums, der Lage und der Herztöne)

Wirklich alle Kosten für Untersuchungen, auch die im Labor, übernimmt die Krankenkasse.

CTG-Kontrollen:

Um die Herztöne deines Kindes für eine längere Zeit (ca. 30 Minuten) zu kontrollieren, benutzen wir unser CTG-Gerät. Ganz gemütlich bei uns auf dem Praxissofa, erstellen wir die Herztonkurve deines Kindes.

Dies ist lt. Mutterschaftsrichtlinien erst ab dem voraussichtlichen Geburtstermin notwendig.

Indikationen zur Kardiotokographie (CTG) während der Schwangerschaft ( Anlage 2 zu Abschnitt B. Nr. 4 c der Mutterschafts-Richtlinien)

Die Kardiotokographie ist im Rahmen der Schwangerenvorsorge nur angezeigt, wenn eine der nachfolgend aufgeführten Indikationen vorliegt:

  1. Indikationen zur erstmaligen CTG
  • in der 26. und 27. Schwangerschaftswoche drohende Frühgeburt
  • ab der 28. Schwangerschaftswoche
    • Auskultatorisch festgestellte Herztonalterationen (Auffälligkeiten der fetalen Herztöne)
    • Verdacht auf vorzeitige Wehentätigkeit
  1. Indikationen zur CTG-Wiederholung
  • Anhaltende Tachykardie > 160/Minute (zu schneller Herzschlag)
  • Bradykardie < 100/Minute (zu langsamer Herzschlag)
  • Dezeleration (plötzlicher Abfall der fetalen Herzfrequenz)
  • Hypooszillation, Anoszillation (kann Anzeichen auf schlechte Sauerstoffversorgung sein)
  • Unklarer CTG-befund bei Verdacht auf vorzeitige Wehentätigkeit
  • Mehrlinge
  • Intrauteriner Fruchttod bei früherer Schwangerschaft
  • Verdacht auf Placenta-Insuffizienz nach klinischem oder biochemischem Befund (Nachlassende Placentafunktion)
  • Verdacht auf Übertragung
  • Uterine Blutung (Blutung aus der Gebärmutter)
  • Medikamentöse Wehenhemmung